Leonie Gerber & Festina Bekteshi | 19. Januar 2025 | Lesedauer 5 min

Die Digitalisierung im Allgemeinen bringt zunächst enorme Chancen zur Bewältigung von ökologischen Herausforderungen: Der Energieverbrauch kann reduziert werden und Produktionsprozesse werden nachhaltiger.
Durch „Smart Grids“ [1] können Ressourcen effizienter genutzt werden, indem sie Stromnetze intelligenter machen. Dadurch wird der Energieverbrauch optimiert und erneuerbare Energien können gefördert werden. Auch die Landwirtschaft wird optimiert, indem Ressourcen gespart werden. Das Einsetzen von Dünger, Wasser oder Pestiziden kann durch die Verwendung von Drohnen präziser eingesetzt werden. Andere Maschinen können – wenn sie miteinander vernetzt werden – in der Produktion sowohl Abfälle als auch den Verbrauch von Energie minimieren.
[1} Als Smart-Grids werden Teile von Energiesystemen anhand moderner Kommunikationstechniken aufeinander abgestimmt, sodass erneuerbare Energien sinnvoll darin eingebunden werden und das Netz optimal ausgelastet werden kann. Definition nach: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. (2019, 14. Mai). Was sind eigentlich „Smart Grids“? Energiewende Direkt, Ausgabe 05/2019. Abgerufen von https://www.bmwk-energiewende.de/EWD/Redaktion/Newsletter/2019/05/Meldung/direkt-erklaert.html
Neben dem Verbrauch von Ressourcen werden auch Emissionen reduziert. Zum Beispiel werden in der Logistik Systeme automatisiert, wodurch Lieferketten verkürzt oder umgestaltet werden und der Treibstoffverbrauch gesenkt wird. Ebenfalls gibt es viele neue Apps, die es ermöglichen, durch Car-Sharing-Dienste wie z.B. BlaBlaCar Fahrgemeinschaften zu bilden. Zusätzlich gibt es bessere Routen zum Verringern des Verkehrs, wodurch auch CO2-Emissionen reduziert werden. Andere Apps wie Microsoft Teams, Zoom, Google Meet oder Skype fördern virtuelle Meetings, Online-Vorlesungen oder die Arbeit im Homeoffice. Folglich wird der Pendelverkehr verringert und auch hierbei der CO2-Ausstoß reduziert.
Apps oder Gruppen in den sozialen Medien kurbeln die Kreislaufwirtschaft ebenfalls an. Sie ermöglichen es, Geräte, Kleidung und Werkzeuge zu teilen und sorgen so für einen nachhaltigeren Konsum. Auch Abfall kann besser geregelt werden. Durch IoT (Internet of Things) [2] und künstliche Intelligenz wird Mülltrennung und Wiederverwertung verbessert. Roboter können zum Beispiel für Müllsammelaktionen genutzt werden. Der Materialkreislauf wird ebenfalls dank Blockchain-Technologie, die die Rückverfolgbarkeit von Produkten ermöglicht, transparenter, wodurch Verschwendung minimiert wird und eine nachhaltige Herkunft nachgewiesen oder eingehalten werden kann. Auch die Entwicklung von biologisch abbaubaren oder recyclebaren Materialien wird durch KI begünstigt.
[2} Bezeichnung für die Vernetzungen zwischen intelligenten Geräten, die den Alltag dadurch effizienter und bequemer gestalten sollen. Definition nach: Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. (o. J.). Internet der Dinge – Smart leben. Abgerufen am 30. März 2025, von https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Verbraucherinnen-und-Verbraucher/Informationen-und-Empfehlungen/Internet-der-Dinge-Smart-leben/internet-der-dinge-smart-leben_node.html
Weitere Chancen entstehen für die Förderung von erneuerbarer Energie. Durch KI wird die Wettervorhersage verbessert, womit erneuerbare Energie gesteuerter ins Netz eingespeist werden kann. Darüber hinaus kann der Energiespeicher durch digitale Technologien effizienter verwaltet und Schwankungen ausgeglichen werden.
Digitalisierung sorgt auch für besseren Umweltschutz durch Umweltüberwachung. Satellitenbilder und Sensoren helfen, Umweltveränderungen in Echtzeit zu überwachen und erkennen z.B. Luftverschmutzung, illegale Fischerei oder Abholzung. Auch Dürren, Überschwemmungen oder andere Naturkatastrophen können frühzeitig festgestellt werden, was dabei hilft, sich besser vorzubereiten und den Schaden zu verringern. Zudem kann Biodiversität geschützt werden. Wildtiere werden mithilfe von Drohnen beobachtet und deren Lebensräume geschützt.
Verbraucher werden durch verschiedene Plattformen und Apps über ihren ökologischen Fußabdruck aufmerksam gemacht. Außerdem können sie Tipps zum Einsparen von Ressourcen geben und der Verbraucher kann direkt darauf reagieren. Mittels beispielsweise Virtual Reality können Umweltprobleme verständlicher gemacht werden. Man kann – wie wir es hier tun – über Onlineprogramme oder Websites mehr Aufmerksamkeit auf das Thema Nachhaltigkeit richten und so weltweit mehr Menschen erreichen.
Jedoch hat auch die Digitalisierung ihre Schattenseiten. Obwohl die Digitalisierung oft als Schlüssel zu einer nachhaltigeren Zukunft bezeichnet wird, zeigt sich jedoch bei näherer Betrachtung, dass sie in vielerlei Hinsicht auch erhebliche Nachteile für unsere Umwelt mit sich bringt. Der enorme Energiebedarf der digitalen Infrastruktur ist ein gravierender Punkt in der Diskussion. Beispielsweise laufen Rechenzentren, Server und Netzwerke rund um die Uhr und verbrauchen somit riesige Mengen an Strom – oft sogar so viel wie ganze Länder. Hierbei liegt das Problem darin, dass ein Großteil dieser Energie nach wie vor aus fossilen Quellen stammt, was letztendlich den CO₂-Ausstoß deutlich erhöht.
Außerdem spielt das schnelle Wachstum an Elektroschrott eine wichtige Rolle. Zu beobachten ist, dass immer kürzere Produktzyklen wie z.B. bei Smartphones, Tablets und Laptops dazu führen, dass ältere Geräte oft viel zu früh als ungebräuchlich betitelt und entsorgt werden – auch wenn sie noch einwandfrei funktionieren. Für die Produktion solcher Geräte benötigt man Rohstoffe wie Lithium, Kobalt oder seltene Erden, welche unter ökologisch und sozial problematischen Bedingungen abgebaut werden. Nicht nur zerstört dieser Abbau Lebensräume und Ökosysteme, sondern geht häufig auch mit der Ausbeutung von Arbeitskräften, vor allem in Entwicklungsländern, einher.
Die vermeintliche Effizienz, die die digitale Technologie verspricht, ist ein weiteres Problem. Zwar ermöglichen sie uns, viele Dinge schneller und einfacher zu erledigen, doch genau dies führt oft zu einem sogenannten Rebound-Effekt. Der Online-Handel ist ein geeignetes Beispiel dafür: Der Zugang zu Waren wird zwar erleichtert, jedoch führt die damit verknüpfte Bequemlichkeit zu einem Anstieg des Konsums. Dies wiederum führt zu mehr Verpackungsmüll, intensivere Lieferketten und eine deutlich höhere Belastung bzw. Verschmutzung der Umwelt. Ein ähnlicher Prozess ist bei Streaming-Diensten zu sehen. Durch das Abrufen von Videos in HD- oder 4K-Qualität werden enorme Datenmengen, deren Speicherung und Übertragung energieintensiv sind und einen ziemlich großen CO₂-Fußabdruck hinterlässt, verursacht.
Zudem fördert die Digitalisierung in vielen Fällen die Konsumkultur, die auf das ständige Ersetzten und der Neuanschaffungen ruht. Taktiken wie neue Software-Updates und technologische „Fortschritte“ lassen Geräte schnell als „outdated“ erscheinen, trotz ihrer noch bestehenden Funktionsfähigkeit. Aus genau diesen Taktiken bzw. Gründen entsteht nicht nur eine Wegwerfmentalität, sondern auch ein steigender Ressourcenverbrauch in der Produktion der jeweiligen Produkte.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass trotz der vielfältigen Möglichkeiten, die die Digitalisierung mit sich bringt, die erheblichen Risiken für die Umwelt nicht behoben werden, sondern sich lediglich verschlimmern. Energieverbrauch, Ressourcennutzung und Konsumverhalten sollten Themenbereiche sein, die unser tägliches Handeln prägen müssen. Jeder muss seine Verhaltensweisen hinterfragen und ändern. Ein bewussterer Umgang mit der Technologie ist eine von vielen Möglichkeiten dessen Entwicklung nachhaltig zu gestalten. Ohne solch einer Reflexion wird die Digitalisierung nur eine Belastung anstatt einer Lösung für unsere ökologischen Herausforderungen sein.
Die Förderung der nachhaltigen Entwicklung und die effizientere Nutzung des hohen Energieverbrauchs können wichtige Indikatoren der Digitalisierung zum wichtigen Umweltschutz sein. Dennoch sollte man die negativen Folgen, wie den hohen Energieverbrauch und der immer mehr steigende Elektromüll, stets im Auge behalten und aktiv dagegenhalten. Tatsächlich kann man auch jetzt nicht direkt feststellen, ob nun die Digitalisierung auf langfristiger Ebene mehr Chancen oder Risiken für die Umwelt mit sich bringt; das hängt vollkommen davon ab, wie bewusst und nachhaltig sie gestaltet wird und von uns genutzt wird.
Zukünftig wird das einsetzten der digitalen Technologie für ökologische Zwecke entscheidend sein. Die Produktion und Förderung langlebiger reparierbarer Produkte, Ausbau erneuerbarer Energien und striktere Regulationen zur Reduktion von Elektromüll sind wichtige Maßnahmen die mehr als notwendig sind. Jeder einzelne von uns ist verpflichtet die Digitalisierung verantwortungsvoll und nachhaltig zu nutzen und unseren Konsum zu regulieren.
Credits
Text & Foto: Leonie Gerber & Festina Bekteshi
Leonie Gerber & Festina Bekteshi
19. Januar 2025
Lesedauer 5 min

Die Digitalisierung im Allgemeinen bringt zunächst enorme Chancen zur Bewältigung von ökologischen Herausforderungen: Der Energieverbrauch kann reduziert werden und Produktionsprozesse werden nachhaltiger.
Durch „Smart Grids“ [1] können Ressourcen effizienter genutzt werden, indem sie Stromnetze intelligenter machen. Dadurch wird der Energieverbrauch optimiert und erneuerbare Energien können gefördert werden. Auch die Landwirtschaft wird optimiert, indem Ressourcen gespart werden. Das Einsetzen von Dünger, Wasser oder Pestiziden kann durch die Verwendung von Drohnen präziser eingesetzt werden. Andere Maschinen können – wenn sie miteinander vernetzt werden – in der Produktion sowohl Abfälle als auch den Verbrauch von Energie minimieren.
[1} Als Smart-Grids werden Teile von Energiesystemen anhand moderner Kommunikationstechniken aufeinander abgestimmt, sodass erneuerbare Energien sinnvoll darin eingebunden werden und das Netz optimal ausgelastet werden kann. Definition nach: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. (2019, 14. Mai). Was sind eigentlich „Smart Grids“? Energiewende Direkt, Ausgabe 05/2019. Abgerufen von https://www.bmwk-energiewende.de
Neben dem Verbrauch von Ressourcen werden auch Emissionen reduziert. Zum Beispiel werden in der Logistik Systeme automatisiert, wodurch Lieferketten verkürzt oder umgestaltet werden und der Treibstoffverbrauch gesenkt wird. Ebenfalls gibt es viele neue Apps, die es ermöglichen, durch Car-Sharing-Dienste wie z.B. BlaBlaCar Fahrgemeinschaften zu bilden. Zusätzlich gibt es bessere Routen zum Verringern des Verkehrs, wodurch auch CO2-Emissionen reduziert werden. Andere Apps wie Microsoft Teams, Zoom, Google Meet oder Skype fördern virtuelle Meetings, Online-Vorlesungen oder die Arbeit im Homeoffice. Folglich wird der Pendelverkehr verringert und auch hierbei der CO2-Ausstoß reduziert.
Apps oder Gruppen in den sozialen Medien kurbeln die Kreislaufwirtschaft ebenfalls an. Sie ermöglichen es, Geräte, Kleidung und Werkzeuge zu teilen und sorgen so für einen nachhaltigeren Konsum. Auch Abfall kann besser geregelt werden. Durch IoT (Internet of Things) [2] und künstliche Intelligenz wird Mülltrennung und Wiederverwertung verbessert. Roboter können zum Beispiel für Müllsammelaktionen genutzt werden. Der Materialkreislauf wird ebenfalls dank Blockchain-Technologie, die die Rückverfolgbarkeit von Produkten ermöglicht, transparenter, wodurch Verschwendung minimiert wird und eine nachhaltige Herkunft nachgewiesen oder eingehalten werden kann. Auch die Entwicklung von biologisch abbaubaren oder recyclebaren Materialien wird durch KI begünstigt.
[2} Bezeichnung für die Vernetzungen zwischen intelligenten Geräten, die den Alltag dadurch effizienter und bequemer gestalten sollen. Definition nach: Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. (o. J.). Internet der Dinge – Smart leben. Abgerufen am 30. März 2025, von https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Verbraucherinnen-und-Verbraucher/Informationen-und-Empfehlungen/Internet-der-Dinge-Smart-leben/internet-der-dinge-smart-leben_node.html
Weitere Chancen entstehen für die Förderung von erneuerbarer Energie. Durch KI wird die Wettervorhersage verbessert, womit erneuerbare Energie gesteuerter ins Netz eingespeist werden kann. Darüber hinaus kann der Energiespeicher durch digitale Technologien effizienter verwaltet und Schwankungen ausgeglichen werden.
Digitalisierung sorgt auch für besseren Umweltschutz durch Umweltüberwachung. Satellitenbilder und Sensoren helfen, Umweltveränderungen in Echtzeit zu überwachen und erkennen z.B. Luftverschmutzung, illegale Fischerei oder Abholzung. Auch Dürren, Überschwemmungen oder andere Naturkatastrophen können frühzeitig festgestellt werden, was dabei hilft, sich besser vorzubereiten und den Schaden zu verringern. Zudem kann Biodiversität geschützt werden. Wildtiere werden mithilfe von Drohnen beobachtet und deren Lebensräume geschützt.
Verbraucher werden durch verschiedene Plattformen und Apps über ihren ökologischen Fußabdruck aufmerksam gemacht. Außerdem können sie Tipps zum Einsparen von Ressourcen geben und der Verbraucher kann direkt darauf reagieren. Mittels beispielsweise Virtual Reality können Umweltprobleme verständlicher gemacht werden. Man kann – wie wir es hier tun – über Onlineprogramme oder Websites mehr Aufmerksamkeit auf das Thema Nachhaltigkeit richten und so weltweit mehr Menschen erreichen.
Jedoch hat auch die Digitalisierung ihre Schattenseiten. Obwohl die Digitalisierung oft als Schlüssel zu einer nachhaltigeren Zukunft bezeichnet wird, zeigt sich jedoch bei näherer Betrachtung, dass sie in vielerlei Hinsicht auch erhebliche Nachteile für unsere Umwelt mit sich bringt. Der enorme Energiebedarf der digitalen Infrastruktur ist ein gravierender Punkt in der Diskussion. Beispielsweise laufen Rechenzentren, Server und Netzwerke rund um die Uhr und verbrauchen somit riesige Mengen an Strom – oft sogar so viel wie ganze Länder. Hierbei liegt das Problem darin, dass ein Großteil dieser Energie nach wie vor aus fossilen Quellen stammt, was letztendlich den CO₂-Ausstoß deutlich erhöht.
Außerdem spielt das schnelle Wachstum an Elektroschrott eine wichtige Rolle. Zu beobachten ist, dass immer kürzere Produktzyklen wie z.B. bei Smartphones, Tablets und Laptops dazu führen, dass ältere Geräte oft viel zu früh als ungebräuchlich betitelt und entsorgt werden – auch wenn sie noch einwandfrei funktionieren. Für die Produktion solcher Geräte benötigt man Rohstoffe wie Lithium, Kobalt oder seltene Erden, welche unter ökologisch und sozial problematischen Bedingungen abgebaut werden. Nicht nur zerstört dieser Abbau Lebensräume und Ökosysteme, sondern geht häufig auch mit der Ausbeutung von Arbeitskräften, vor allem in Entwicklungsländern, einher.
Die vermeintliche Effizienz, die die digitale Technologie verspricht, ist ein weiteres Problem. Zwar ermöglichen sie uns, viele Dinge schneller und einfacher zu erledigen, doch genau dies führt oft zu einem sogenannten Rebound-Effekt. Der Online-Handel ist ein geeignetes Beispiel dafür: Der Zugang zu Waren wird zwar erleichtert, jedoch führt die damit verknüpfte Bequemlichkeit zu einem Anstieg des Konsums. Dies wiederum führt zu mehr Verpackungsmüll, intensivere Lieferketten und eine deutlich höhere Belastung bzw. Verschmutzung der Umwelt. Ein ähnlicher Prozess ist bei Streaming-Diensten zu sehen. Durch das Abrufen von Videos in HD- oder 4K-Qualität werden enorme Datenmengen, deren Speicherung und Übertragung energieintensiv sind und einen ziemlich großen CO₂-Fußabdruck hinterlässt, verursacht.
Zudem fördert die Digitalisierung in vielen Fällen die Konsumkultur, die auf das ständige Ersetzten und der Neuanschaffungen ruht. Taktiken wie neue Software-Updates und technologische „Fortschritte“ lassen Geräte schnell als „outdated“ erscheinen, trotz ihrer noch bestehenden Funktionsfähigkeit. Aus genau diesen Taktiken bzw. Gründen entsteht nicht nur eine Wegwerfmentalität, sondern auch ein steigender Ressourcenverbrauch in der Produktion der jeweiligen Produkte.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass trotz der vielfältigen Möglichkeiten, die die Digitalisierung mit sich bringt, die erheblichen Risiken für die Umwelt nicht behoben werden, sondern sich lediglich verschlimmern. Energieverbrauch, Ressourcennutzung und Konsumverhalten sollten Themenbereiche sein, die unser tägliches Handeln prägen müssen. Jeder muss seine Verhaltensweisen hinterfragen und ändern. Ein bewussterer Umgang mit der Technologie ist eine von vielen Möglichkeiten dessen Entwicklung nachhaltig zu gestalten. Ohne solch einer Reflexion wird die Digitalisierung nur eine Belastung anstatt einer Lösung für unsere ökologischen Herausforderungen sein.
Die Förderung der nachhaltigen Entwicklung und die effizientere Nutzung des hohen Energieverbrauchs können wichtige Indikatoren der Digitalisierung zum wichtigen Umweltschutz sein. Dennoch sollte man die negativen Folgen, wie den hohen Energieverbrauch und der immer mehr steigende Elektromüll, stets im Auge behalten und aktiv dagegenhalten. Tatsächlich kann man auch jetzt nicht direkt feststellen, ob nun die Digitalisierung auf langfristiger Ebene mehr Chancen oder Risiken für die Umwelt mit sich bringt; das hängt vollkommen davon ab, wie bewusst und nachhaltig sie gestaltet wird und von uns genutzt wird.
Zukünftig wird das einsetzten der digitalen Technologie für ökologische Zwecke entscheidend sein. Die Produktion und Förderung langlebiger reparierbarer Produkte, Ausbau erneuerbarer Energien und striktere Regulationen zur Reduktion von Elektromüll sind wichtige Maßnahmen die mehr als notwendig sind. Jeder einzelne von uns ist verpflichtet die Digitalisierung verantwortungsvoll und nachhaltig zu nutzen und unseren Konsum zu regulieren.
Credits
Text & Foto: Leonie Gerber & Festina Bekteshi