Farina Marleen Buck | 17. März 2026r | 4min

Der 2023 vom Umweltbetrieb der Stadt Bielefeld (UWB) ins Leben gerufene Cleanup Day bietet mehrere Standorte in ganz Bielefeld und wer möchte, kann sogar einen eigenen Standort anmelden. Vor Ort stellen die Organisator:innen Westen, Handschuhe, Mülltüten und Zangen zur Verfügung, sammeln die vollen Tüten wieder ein und sorgen dafür, dass der Müll ordnungsgemäß entsorgt wird. Die Aktion dauert zwei Stunden und endet in einer Abschlussveranstaltung mit Suppe, Snacks und Getränken.
Als ich eintraf, fiel mir sofort die positive Stimmung auf. Alle redeten offen miteinander, und man fühlte sich von den anderen sofort gut aufgenommen. Viele Familien mit kleinen Kindern waren bereits vor Ort und die kleinen Helfer bekamen sogar Geschenke wie Pixi-Bücher und Pflanzensamen.
Es war schön zu sehen, wie viel Spaß sie beim Müllsammeln hatten. An dem von mir besuchten Standort war allerdings nur eine weitere Person in meinem Alter dabei, der Rest bestand aus Eltern mit Kindern oder Menschen über 40. Viele der Teilnehmenden hatten ihre Westen und Handschuhe vom letzten Jahr dabei, manche sogar eigene Eimer. Das erleichterte besonders den Kindern den Müll zu sammeln.
Ich kam mit ein paar der Helfer:innen ins Gespräch und erfuhr, dass viele jedes Jahr wiederkommen. Dabei erzählten sie auch, dass sie teilweise schlechte Erfahrungen mit jüngeren Passant:innen gemacht hätten. Es seien zum Beispiel Kommentare wie „Sammel meinen Müll auch noch auf“ abgegeben worden, oder sie seien ausgelacht worden.
Trotzdem war die Organisation vor Ort unkompliziert und freundlich, sodass man sich auch als Einzelperson sofort willkommen fühlte.
Die zugehörigen Flächen des Waldbads in Sennestadt sind vielfältig: Es gibt einen Fußballplatz, eine Wiesenfläche mit zwei Toren sowie schöne Waldflächen und einen kleinen Teich. Umso verblüffender war es, wie viel Müll sich hier angesammelt hatte. Besonders erschreckend waren die Glasscherben auf der Wiesenfläche, was sehr gefährlich für beispielsweise herumlaufende Hunde oder barfüßige Menschen ist. Außerdem lagen leere Flaschen und Überreste von Feuerwerkskörpern verstreut herum. Auch die Parkplätze sowie die Bereiche rund um Parkbänke und Mülleimer waren stark vermüllt. Allgemein auffällig waren Zigarettenstummel, Glasflaschen und Süßigkeitenverpackungen, die hier achtlos liegen gelassen oder nicht richtig entsorgt wurden. Erwähnenswert ist auch die Grünfläche direkt neben der Straße, auf der viel Müll, der vermutlich aus Autofenstern herausgeworfen wurde, gelandet ist.
Während ich Müll einsammelte, wurde mir bewusst, wie gern man solche Dinge im Alltag nicht zur Kenntnis nimmt. Man sieht den Fußballplatz, die Wiesen und die Waldflächen und übersieht, was sich über Wochen und Monate ansammelt. Gleichzeitig war es aber auch motivierend zu sehen, wie viel wir in kurzer Zeit gemeinsam aufräumen konnten.

Ich war schockiert wie viel Müll ich an diesem Tag sah. Überall lag Abfall und mir wurde klar, wie achtlos ich damit umgehe, beziehungsweise für wie „normal“ ich das halte. Auf dem Rückweg bekam ich eine Mülltüte mit, die sich auf dem kurzen Heimweg schnell füllte. Erst dabei wurde mir bewusst, wie viel Müll ich auf dem Weg hierher eigentlich schon gesehen hatte, ohne ihn wahrzunehmen. Es war aber auch motivierend zu sehen, wie engagiert die anderen Helfer:innen waren. Durch unsere gemeinsame Arbeit konnten wir die Flächen deutlich sauberer hinterlassen.
Der Tag machte mir deutlich, wie dringend notwendig solche Aktionen sind und wie sehr jeder kleine Beitrag zählt. Ich werde beim nächsten Cleanup Day erneut mitmachen und kann es nur jedem empfehlen, sich es auch mal auszuprobieren!
Credits
Fotos: Farina Marleen Buck
Text: Farina Marleen Buck
Farina Marleen Buck | 17. März 2026r | 4min

Der 2023 vom Umweltbetrieb der Stadt Bielefeld (UWB) ins Leben gerufene Cleanup Day bietet mehrere Standorte in ganz Bielefeld und wer möchte, kann sogar einen eigenen Standort anmelden. Vor Ort stellen die Organisator:innen Westen, Handschuhe, Mülltüten und Zangen zur Verfügung, sammeln die vollen Tüten wieder ein und sorgen dafür, dass der Müll ordnungsgemäß entsorgt wird. Die Aktion dauert zwei Stunden und endet in einer Abschlussveranstaltung mit Suppe, Snacks und Getränken.
Als ich eintraf, fiel mir sofort die positive Stimmung auf. Alle redeten offen miteinander, und man fühlte sich von den anderen sofort gut aufgenommen. Viele Familien mit kleinen Kindern waren bereits vor Ort und die kleinen Helfer bekamen sogar Geschenke wie Pixi-Bücher und Pflanzensamen.
Es war schön zu sehen, wie viel Spaß sie beim Müllsammeln hatten. An dem von mir besuchten Standort war allerdings nur eine weitere Person in meinem Alter dabei, der Rest bestand aus Eltern mit Kindern oder Menschen über 40. Viele der Teilnehmenden hatten ihre Westen und Handschuhe vom letzten Jahr dabei, manche sogar eigene Eimer. Das erleichterte besonders den Kindern den Müll zu sammeln.
Ich kam mit ein paar der Helfer:innen ins Gespräch und erfuhr, dass viele jedes Jahr wiederkommen. Dabei erzählten sie auch, dass sie teilweise schlechte Erfahrungen mit jüngeren Passant:innen gemacht hätten. Es seien zum Beispiel Kommentare wie „Sammel meinen Müll auch noch auf“ abgegeben worden, oder sie seien ausgelacht worden.
Trotzdem war die Organisation vor Ort unkompliziert und freundlich, sodass man sich auch als Einzelperson sofort willkommen fühlte.
Die zugehörigen Flächen des Waldbads in Sennestadt sind vielfältig: Es gibt einen Fußballplatz, eine Wiesenfläche mit zwei Toren sowie schöne Waldflächen und einen kleinen Teich. Umso verblüffender war es, wie viel Müll sich hier angesammelt hatte. Besonders erschreckend waren die Glasscherben auf der Wiesenfläche, was sehr gefährlich für beispielsweise herumlaufende Hunde oder barfüßige Menschen ist. Außerdem lagen leere Flaschen und Überreste von Feuerwerkskörpern verstreut herum. Auch die Parkplätze sowie die Bereiche rund um Parkbänke und Mülleimer waren stark vermüllt. Allgemein auffällig waren Zigarettenstummel, Glasflaschen und Süßigkeitenverpackungen, die hier achtlos liegen gelassen oder nicht richtig entsorgt wurden. Erwähnenswert ist auch die Grünfläche direkt neben der Straße, auf der viel Müll, der vermutlich aus Autofenstern herausgeworfen wurde, gelandet ist.
Während ich Müll einsammelte, wurde mir bewusst, wie gern man solche Dinge im Alltag nicht zur Kenntnis nimmt. Man sieht den Fußballplatz, die Wiesen und die Waldflächen und übersieht, was sich über Wochen und Monate ansammelt. Gleichzeitig war es aber auch motivierend zu sehen, wie viel wir in kurzer Zeit gemeinsam aufräumen konnten.

Ich war schockiert wie viel Müll ich an diesem Tag sah. Überall lag Abfall und mir wurde klar, wie achtlos ich damit umgehe, beziehungsweise für wie „normal“ ich das halte. Auf dem Rückweg bekam ich eine Mülltüte mit, die sich auf dem kurzen Heimweg schnell füllte. Erst dabei wurde mir bewusst, wie viel Müll ich auf dem Weg hierher eigentlich schon gesehen hatte, ohne ihn wahrzunehmen. Es war aber auch motivierend zu sehen, wie engagiert die anderen Helfer:innen waren. Durch unsere gemeinsame Arbeit konnten wir die Flächen deutlich sauberer hinterlassen.
Der Tag machte mir deutlich, wie dringend notwendig solche Aktionen sind und wie sehr jeder kleine Beitrag zählt. Ich werde beim nächsten Cleanup Day erneut mitmachen und kann es nur jedem empfehlen, sich es auch mal auszuprobieren!
Credits
Fotos: Farina Marleen Buck
Text: Farina Marleen Buck