
Auf meinem Handy heißt das ganze „App-Timer“, doch ich finde den Namen Kindersicherung zutreffender. Denn da ist ein Kind in mir das noch nicht weiß wie es sich selbst regulieren soll. Denn da ist ein Kind in mir und das will weiter scrollen.
Wirklich wertvoll ist es nicht, was ich mir da alles anschaue. Meist nur kurze 30 Sekunden Videos, wenn ich diese überhaupt zuende schaue.
Und dann swipe ich.
Zum nächsten Video.
Wieder weiter.
In der Hoffnung auf ein gutes Video.
Mittlerweile haben viele Social Media Seiten diese kleinen Videos. Nach TikTok zogen auch Instagram, Youtube und co. nach.
Der Algorithmus ist trainiert sich festzubeißen und nicht loszulassen. Einen dort zu packen wo man am längsten bleibt. Es geht nicht nur um eine „Auszeit“ oder emotionale Ruhe. Nur die verbliebene Zeit ist wichtig für die Plattformen. Wütende Kommentare, Hass, emotionale und traurige Videos schleichen sich in Timelines, um noch weiter das Opfer in die Venusfliegenfalle zu ziehen.
Und wir scrollen einfach weiter in diesem langsam kochenden Honigtopf. Merken nicht, wie wir uns am eigenen Leib selbst verbrennen und scrollen, scrollen, scrollen.
Manche haben selbst die Kraft aufzuhören.
Doch ich nicht. Denn in mir da ist ein Kind und das will einfach weiter scrollen. Denn mich um dieses Kind zu kümmern, dazu komme ich nicht immer.
Und deswegen habe ich einen Timer. Für Youtube. Für Instagram. Denn ich will nicht unmengen meiner Zeit auf irgendwelchen Apps verbringen. Meinen Stress durch Prokrastinieren vergessen.
Selbst wenn ich den Timer wieder ausschalten kann, ist das Kind in meinem Kopf doch getroffen. Ich merke meinen unmäßigen Konsum. Schalte ab und versuche meine Bildschirmzeit wieder zu senken.
Denn diese Venusfliegenfalle stoppt mich wirklich besseres zu tun als 2 Stunden lang alle 30 Sekunden Videos wieder zu vergessen. Als unnütz meinen Akku zu verschwenden und wieder Energie für eine Fingerbewegung aufzugeben.
Und darum schäme ich mich nicht wenn ich sage: Ich habe eine Kindersicherung auf meinem Handy. Und darauf bin ich sogar stolz.
Credits
Text: Kendra Mersch & Katharina Hammes
Bild: Kendra Mersch
Verlinkungen:

Auf meinem Handy heißt das ganze „App-Timer“, doch ich finde den Namen Kindersicherung zutreffender. Denn da ist ein Kind in mir das noch nicht weiß wie es sich selbst regulieren soll. Denn da ist ein Kind in mir und das will weiter scrollen.
Wirklich wertvoll ist es nicht, was ich mir da alles anschaue. Meist nur kurze 30 Sekunden Videos, wenn ich diese überhaupt zuende schaue.
Und dann swipe ich.
Zum nächsten Video.
Wieder weiter.
In der Hoffnung auf ein gutes Video.
Mittlerweile haben viele Social Media Seiten diese kleinen Videos. Nach TikTok zogen auch Instagram, Youtube und co. nach.
Der Algorithmus ist trainiert sich festzubeißen und nicht loszulassen. Einen dort zu packen wo man am längsten bleibt. Es geht nicht nur um eine „Auszeit“ oder emotionale Ruhe. Nur die verbliebene Zeit ist wichtig für die Plattformen. Wütende Kommentare, Hass, emotionale und traurige Videos schleichen sich in Timelines, um noch weiter das Opfer in die Venusfliegenfalle zu ziehen.
Und wir scrollen einfach weiter in diesem langsam kochenden Honigtopf. Merken nicht, wie wir uns am eigenen Leib selbst verbrennen und scrollen, scrollen, scrollen.
Manche haben selbst die Kraft aufzuhören.
Doch ich nicht. Denn in mir da ist ein Kind und das will einfach weiter scrollen. Denn mich um dieses Kind zu kümmern, dazu komme ich nicht immer.
Und deswegen habe ich einen Timer. Für Youtube. Für Instagram. Denn ich will nicht unmengen meiner Zeit auf irgendwelchen Apps verbringen. Meinen Stress durch Prokrastinieren vergessen.
Selbst wenn ich den Timer wieder ausschalten kann, ist das Kind in meinem Kopf doch getroffen. Ich merke meinen unmäßigen Konsum. Schalte ab und versuche meine Bildschirmzeit wieder zu senken.
Denn diese Venusfliegenfalle stoppt mich wirklich besseres zu tun als 2 Stunden lang alle 30 Sekunden Videos wieder zu vergessen. Als unnütz meinen Akku zu verschwenden und wieder Energie für eine Fingerbewegung aufzugeben.
Und darum schäme ich mich nicht wenn ich sage: Ich habe eine Kindersicherung auf meinem Handy. Und darauf bin ich sogar stolz.
Credits
Text: Kendra Mersch & Katharina Hammes
Bild: Kendra Mersch
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