Anna Ivanova | 06. Februar .2025 | Lesedauer 6 min
Am 24. Januar 2025 habe ich mein Experiment gestartet. Für den Restmüll habe ich eine kleine Tüte reserviert, die ich während des Experiments verwenden werde. Alles, was in die gelbe Tonne, ins Altpapier oder Altglas gehört, zähle ich nicht mit, da es recycelbare Materialien sind. Mich interessiert vor allem die Menge an nicht recycelbarem Müll, den ich hinterlasse.

Mit den Spiegeln wird es allerdings schwierig, denn ich habe kein spezielles Tuch dafür und weiß nicht, wie ich dieses Problem lösen soll.
Der Lifehack mit dem Küchentuch war wirklich hilfreich – das werde ich beibehalten! Wenn man trockene Küchentücher benutzt, bleiben keine Streifen zurück, und sie reinigen genauso gut wie Zewa. Aber mein Spiegel wurde leider nicht streifenfrei sauber. Anscheinend komme ich um ein spezielles Tuch für Glas- und Spiegelflächen nicht herum.

Ich backe sehr gerne, und da ich nach den Prüfungen wieder mehr Zeit dafür habe, wollte ich heute einen Kuchen mit Puddingfüllung machen. Dabei ist mir ein Fehler passiert: Ich hatte schon lange eine Packung Puddingpulver zu Hause, aber erst heute ist mir aufgefallen, dass die Verpackung nicht nur aus Papier besteht – sie hat auch eine dünne Plastikbeschichtung. Auf der Packung stand nicht, dass sie recycelbar ist, was auch verständlich ist, denn ich kann mir selbst nicht vorstellen, wie man diese Schichten voneinander trennen könnte. Also muss die Verpackung in die schwarze Tonne, und ich werde in Zukunft besser auf solche Verpackungen achten.
Beim Backen habe ich dieses Mal noch Backpapier benutzt, aber ich glaube, dass es in meiner Backform auch ohne funktioniert. Beim nächsten Mal werde ich versuchen, darauf zu verzichten.
Ich habe bemerkt, dass ich mehr Kontrolle darüber habe, was ich konsumiere. Ich denke nun bewusster darüber nach und erkenne, dass man auf einige Dinge tatsächlich verzichten kann, ohne dass es den eigenen Komfort beeinträchtigt.
Allerdings kann ich damit meine Mascara nicht entfernen, da das Öl nicht für die Augen geeignet ist und brennt, wenn es hineingerät. Dafür benutze ich Mizellenwasser mit Öl, das speziell für wasserfestes Augen- und Lippen-Make-up gedacht ist. Normalerweise trage ich es mit Wattepads auf, aber in diesem Experiment wollte ich darauf verzichten. Deshalb habe ich versucht, das Mizellenwasser direkt in meine Hände zu geben und damit mein Augen-Make-up zu entfernen.
Ich muss ehrlich sagen: Es ist unbequem, aber machbar. Insgesamt habe ich mein gesamtes Make-up entfernt, aber ich sollte über eine Alternative nachdenken – zum Beispiel über wiederverwendbare Wattepads, die es schon lange in vielen Geschäften gibt.
Manchmal lehne ich den Kassenbon im Geschäft ab, aber ich sehe, dass die Kassierer ihn trotzdem ausdrucken und bei sich behalten. Wahrscheinlich ist das eine berufliche Notwendigkeit. Mein Verzicht darauf hat also keinen Einfluss darauf, ob der Bon gedruckt wird oder nicht.
Ich kaufe oft im Lidl ein, wo blaue Kassenbons verwendet werden, die ins Altpapier dürfen. In Russland haben viele große Supermärkte die Pflicht zum Ausdruck von Kassenbons abgeschafft. Wenn man die App des jeweiligen Geschäfts hat, kann man stattdessen einen digitalen Kassenbon erhalten. Der Kassierer muss ihn dann nicht ausdrucken, da alle Informationen in der Datenbank des Geschäfts und auf dem Handy des Kunden gespeichert bleiben.
In unserer Zeit der Digitalisierung halte ich das für eine gute Alternative zu gedruckten Kassenbons.
Letzte Woche habe ich mich mit einer Freundin getroffen, die mir die App Sellpy empfohlen hat. Dort kann man in einem Online-Shop Secondhand-Kleidung kaufen. Der Vorteil dabei ist, dass man nicht mit einzelnen Verkäufern schreiben muss, um ein bestimmtes Kleidungsstück zu kaufen. Stattdessen kann man mehrere Artikel in den Warenkorb legen und sie in einem einzigen Paket erhalten. Das spart Ressourcen in der Logistik, was natürlich ein großer Pluspunkt ist.
Ich habe Kleidung aussortiert, die mir nicht mehr gefällt, und sie in zwei Kategorien eingeteilt:
Die Kleidung aus der zweiten Kategorie werde ich entweder verkaufen oder an Freunde weitergeben. Das ist ebenfalls Teil meines Experiments, denn Entrümpeln kann und sollte nachhaltig sein!

Insgesamt bin ich mit dem Ergebnis zufrieden, da ich normalerweise in derselben Zeit viel mehr Müll ansammle. Ich hätte nicht erwartet, dass ich während des Experiments nur eine kleine Plastiktüte für Restmüll benutze. In jedem Fall freue ich mich, dass ich einige meiner Gewohnheiten überdenken konnte, festgestellt habe, dass ich gut ohne sie auskomme, und mein Leben ohne Stress bewusster gestalten konnte.
Credits
Fotos: Anna Ivanova
Text: Anna Ivanova
Anna Ivanova
06. Februar 2025
Lesedauer 6 min
Am 24. Januar 2025 habe ich mein Experiment gestartet. Für den Restmüll habe ich eine kleine Tüte reserviert, die ich während des Experiments verwenden werde. Alles, was in die gelbe Tonne, ins Altpapier oder Altglas gehört, zähle ich nicht mit, da es recycelbare Materialien sind. Mich interessiert vor allem die Menge an nicht recycelbarem Müll, den ich hinterlasse.

Mit den Spiegeln wird es allerdings schwierig, denn ich habe kein spezielles Tuch dafür und weiß nicht, wie ich dieses Problem lösen soll.
Der Lifehack mit dem Küchentuch war wirklich hilfreich – das werde ich beibehalten! Wenn man trockene Küchentücher benutzt, bleiben keine Streifen zurück, und sie reinigen genauso gut wie Zewa. Aber mein Spiegel wurde leider nicht streifenfrei sauber. Anscheinend komme ich um ein spezielles Tuch für Glas- und Spiegelflächen nicht herum.

Ich backe sehr gerne, und da ich nach den Prüfungen wieder mehr Zeit dafür habe, wollte ich heute einen Kuchen mit Puddingfüllung machen. Dabei ist mir ein Fehler passiert: Ich hatte schon lange eine Packung Puddingpulver zu Hause, aber erst heute ist mir aufgefallen, dass die Verpackung nicht nur aus Papier besteht – sie hat auch eine dünne Plastikbeschichtung. Auf der Packung stand nicht, dass sie recycelbar ist, was auch verständlich ist, denn ich kann mir selbst nicht vorstellen, wie man diese Schichten voneinander trennen könnte. Also muss die Verpackung in die schwarze Tonne, und ich werde in Zukunft besser auf solche Verpackungen achten.
Beim Backen habe ich dieses Mal noch Backpapier benutzt, aber ich glaube, dass es in meiner Backform auch ohne funktioniert. Beim nächsten Mal werde ich versuchen, darauf zu verzichten.
Ich habe bemerkt, dass ich mehr Kontrolle darüber habe, was ich konsumiere. Ich denke nun bewusster darüber nach und erkenne, dass man auf einige Dinge tatsächlich verzichten kann, ohne dass es den eigenen Komfort beeinträchtigt.
Allerdings kann ich damit meine Mascara nicht entfernen, da das Öl nicht für die Augen geeignet ist und brennt, wenn es hineingerät. Dafür benutze ich Mizellenwasser mit Öl, das speziell für wasserfestes Augen- und Lippen-Make-up gedacht ist. Normalerweise trage ich es mit Wattepads auf, aber in diesem Experiment wollte ich darauf verzichten. Deshalb habe ich versucht, das Mizellenwasser direkt in meine Hände zu geben und damit mein Augen-Make-up zu entfernen.
Ich muss ehrlich sagen: Es ist unbequem, aber machbar. Insgesamt habe ich mein gesamtes Make-up entfernt, aber ich sollte über eine Alternative nachdenken – zum Beispiel über wiederverwendbare Wattepads, die es schon lange in vielen Geschäften gibt.
Manchmal lehne ich den Kassenbon im Geschäft ab, aber ich sehe, dass die Kassierer ihn trotzdem ausdrucken und bei sich behalten. Wahrscheinlich ist das eine berufliche Notwendigkeit. Mein Verzicht darauf hat also keinen Einfluss darauf, ob der Bon gedruckt wird oder nicht.
Ich kaufe oft im Lidl ein, wo blaue Kassenbons verwendet werden, die ins Altpapier dürfen. In Russland haben viele große Supermärkte die Pflicht zum Ausdruck von Kassenbons abgeschafft. Wenn man die App des jeweiligen Geschäfts hat, kann man stattdessen einen digitalen Kassenbon erhalten. Der Kassierer muss ihn dann nicht ausdrucken, da alle Informationen in der Datenbank des Geschäfts und auf dem Handy des Kunden gespeichert bleiben.
In unserer Zeit der Digitalisierung halte ich das für eine gute Alternative zu gedruckten Kassenbons.
Letzte Woche habe ich mich mit einer Freundin getroffen, die mir die App Sellpy empfohlen hat. Dort kann man in einem Online-Shop Secondhand-Kleidung kaufen. Der Vorteil dabei ist, dass man nicht mit einzelnen Verkäufern schreiben muss, um ein bestimmtes Kleidungsstück zu kaufen. Stattdessen kann man mehrere Artikel in den Warenkorb legen und sie in einem einzigen Paket erhalten. Das spart Ressourcen in der Logistik, was natürlich ein großer Pluspunkt ist.
Ich habe Kleidung aussortiert, die mir nicht mehr gefällt, und sie in zwei Kategorien eingeteilt:
Die Kleidung aus der zweiten Kategorie werde ich entweder verkaufen oder an Freunde weitergeben. Das ist ebenfalls Teil meines Experiments, denn Entrümpeln kann und sollte nachhaltig sein!

Insgesamt bin ich mit dem Ergebnis zufrieden, da ich normalerweise in derselben Zeit viel mehr Müll ansammle. Ich hätte nicht erwartet, dass ich während des Experiments nur eine kleine Plastiktüte für Restmüll benutze. In jedem Fall freue ich mich, dass ich einige meiner Gewohnheiten überdenken konnte, festgestellt habe, dass ich gut ohne sie auskomme, und mein Leben ohne Stress bewusster gestalten konnte.
Credits
Fotos: Anna Ivanova
Text: Anna Ivanova