Kendra Mersch, Studienrichtung Mode | 17. Oktober 2024
Über die Fragen nach dem, was sich ändern muss und den Sorgen, die man mit sich trägt.

Heutzutage habe ich Angst, dass dieser Film Realität wird. Ich habe keine ‚Flausen‘ im Kopf, ich habe Angst. Jede Person in meiner Generation hat Angst, egal ob sie bei Fridays for Future demonstriert oder sich auf Straßen festklebt. Wir sprechen nicht von einer „Zukunft”, sondern immer häufiger von einem „schnellen Abgang”. Denn der point of no return kommt näher. Doch niemand scheint zuzuhören. Nachhaltigkeit wird zum Werbepunkt und nicht zu einer Dringlichkeit. Selbst Firmen, die Milliarden von Gegenständen aus Plastik verkaufen, werben mit dem Etikett „nachhaltig produziert”. Ganze Berge aus nicht verkaufter oder zurückgeschickter Kleidung entstehen, und natürliche Ressourcen werden bis zum Versiegen ausgepresst. Ständige Naturkatastrophen und die steigende Erderwärmung scheinen noch nicht alle überzeugt zu haben.
Muss der Klimawandel erst anklopfen und sich vorstellen?! Wenn es keine richtige Zukunft mehr gibt, wie soll dann noch etwas verkauft werden? Ist das vielleicht das ausschlaggebende Argument? Wie kann der Konsum mehr bedeuten, mehr geachtet werden als die eigene Zukunft? Das eigene Fortbestehen wird zur Nebensache. Wir alle wollen etwas hinterlassen, einen Abdruck, dass wir existiert haben. Wir wollen nicht verschwinden, doch gerade betonieren wir alle zukünftigen und vergangenen Fußspuren ein. Legen eine Straße, damit unser Verderben uns schneller einholen kann.
Genau darum beschäftige ich mich wieder mit Nachhaltigkeit. Rede ich mit anderen über Nachhaltigkeit. Tausche ich Ideen über Nachhaltigkeit aus. Die Augen zu schließen, bringt nichts mehr. Wir müssen etwas ändern. Und das fängt mit mir an. Wie kann ich arbeiten für mehr Nachhaltigkeit? Was kann ich in der Modeindustrie ändern und neu überlegen? Was kann ich in meinem Leben verändern? Worauf kann ich verzichten? Wie kann ich sparen?
Credits
Autor:in: Kendra Mersch
Mode: Kendra Mersch
Model: Leo Heermann
Fotograf:in: Timotheus Krajewski & Kai Litke
Kulisse: Theater Gütersloh – Kulturräume Gütersloh: https://www.xn--kultur-räume-gt-dib.de/
Kendra Mersch, Studienrichtung Mode
17. Oktober 2024
Über die Fragen nach dem, was sich ändern muss und den Sorgen, die man mit sich trägt.

Heutzutage habe ich Angst, dass dieser Film Realität wird. Ich habe keine ‚Flausen‘ im Kopf, ich habe Angst. Jede Person in meiner Generation hat Angst, egal ob sie bei Fridays for Future demonstriert oder sich auf Straßen festklebt. Wir sprechen nicht von einer „Zukunft”, sondern immer häufiger von einem „schnellen Abgang”. Denn der point of no return kommt näher. Doch niemand scheint zuzuhören. Nachhaltigkeit wird zum Werbepunkt und nicht zu einer Dringlichkeit. Selbst Firmen, die Milliarden von Gegenständen aus Plastik verkaufen, werben mit dem Etikett „nachhaltig produziert”. Ganze Berge aus nicht verkaufter oder zurückgeschickter Kleidung entstehen, und natürliche Ressourcen werden bis zum Versiegen ausgepresst. Ständige Naturkatastrophen und die steigende Erderwärmung scheinen noch nicht alle überzeugt zu haben.
Muss der Klimawandel erst anklopfen und sich vorstellen?! Wenn es keine richtige Zukunft mehr gibt, wie soll dann noch etwas verkauft werden? Ist das vielleicht das ausschlaggebende Argument? Wie kann der Konsum mehr bedeuten, mehr geachtet werden als die eigene Zukunft? Das eigene Fortbestehen wird zur Nebensache. Wir alle wollen etwas hinterlassen, einen Abdruck, dass wir existiert haben. Wir wollen nicht verschwinden, doch gerade betonieren wir alle zukünftigen und vergangenen Fußspuren ein. Legen eine Straße, damit unser Verderben uns schneller einholen kann.
Genau darum beschäftige ich mich wieder mit Nachhaltigkeit. Rede ich mit anderen über Nachhaltigkeit. Tausche ich Ideen über Nachhaltigkeit aus. Die Augen zu schließen, bringt nichts mehr. Wir müssen etwas ändern. Und das fängt mit mir an. Wie kann ich arbeiten für mehr Nachhaltigkeit? Was kann ich in der Modeindustrie ändern und neu überlegen? Was kann ich in meinem Leben verändern? Worauf kann ich verzichten? Wie kann ich sparen?
Credits
Autor:in: Kendra Mersch
Mode: Kendra Mersch
Model: Leo Heermann
Fotograf:in: Timotheus Krajewski & Kai Litke
Kulisse: Theater Gütersloh – Kulturräume Gütersloh: https://www.xn--kultur-räume-gt-dib.de/