Farina Marleen Buck | 17. März 2026r | 4min
Eine Woche lang teste ich in meinem Studienalltag, welche regionalen, saisonalen und biologischen Angebote es in Bielefeld gibt. Dabei frage ich mich, ob nachhaltiges Einkaufen wirklich zeitaufwändiger und teurer ist, oder ob ich mir diese Hürden größer vorgestellt habe, als sie tatsächlich sind.

Bevor ich einkaufen gehe, wollte ich zunächst herausfinden, welche Produkte im Februar überhaupt saisonal verfügbar sind. Dafür habe ich mich auf der Internetseite „NRW isst gut“ informiert, die Übersicht zeigt, welches Obst und Gemüse in welcher Jahreszeit regional wächst. [1]
[1] https://www.nrw-isst-gut.de
Im Februar gehören dazu unter anderem Champignons, Grünkohl, Feldsalat, Porree und Äpfel. Für meinen Selbstversuch habe ich mir vorgenommen, mich beim Einkauf möglichst auf diese saisonalen Produkte zu konzentrieren.
Ganz in meiner Nähe habe ich einen kleinen Bio-Laden entdeckt. Der Laden wirkt sehr gemütlich und einladend, ganz anders als ein großer Supermarkt. Beim Einkaufen habe ich besonders darauf geachtet, welche saisonalen und regionalen Produkte angeboten werden und wie sie preislich im Vergleich zum Discounter liegen. Meine erste Erkenntnis war überraschend, denn einige Produkte aus regionalem Anbau unterschieden sich preislich kaum von vergleichbaren Produkten im Discounter. Geschmacklich habe ich jedoch einen Unterschied bemerkt, denn die Bio-Produkte wirkten frischer und höherwertig.
Auch bei typischen Studierendenprodukten wie Nudeln oder Pesto gab es im Bio-Laden überraschend wenig Preisunterschiede zum Discounter. Hier hatte ich zunächst erwartet, dass die Bio-Varianten deutlich teurer seien. Außerdem gibt es eine große Auswahl an veganen Produkten und Snacks. Für Studierende, die sich pflanzlich ernähren, ist der Bio-Laden daher eine gute Alternative.
Größere Preisunterschiede zeigen sich jedoch bei tierischen Produkten. Besonders an der Käsetheke und noch stärker bei Fleischprodukten sind Bio-Alternativen deutlich teurer als konventionelle Produkte aus dem Discounter. Nennenswert ist auch, dass die Produkte teilweise zum selben Preis angeboten, jedoch mit weniger Inhalt verkauft werden. Auch die Bio-Bäckerei im Laden fiel preislich deutlich höher aus. Für viele Studierende dürfte frisches Bio-Brot oder Gebäck daher eher ein gelegentlicher Genuss sein. Geschmacklich ist der Unterschied, wie auch beim Obst und Gemüse, aber spürbar.
Neben dem Bio-Laden habe ich mir auch den Wochenmarkt auf dem Siegfriedplatz angeschaut, um einen weiteren Eindruck von regionalen Einkaufsmöglichkeiten zu bekommen. Dieser ist mittwochs und freitags von 7:00 bis 13:00 Uhr geöffnet und bietet frische Produkte aus der Region an. An vielen Ständen lagen die derzeit saisonalen Produkte wie Grünkohl, Feldsalat und Äpfel aus. Preislich bewegten viele Obst- und Gemüsesorten auf einem ähnlichen Niveau wie im Bio-Laden. Besonders schön war die offene Kommunikation mit den Verkäufer:innen, denn so konnte ich mehr über die Herkunft der Produkte erfahren. Ein kleiner Nachteil besteht in den reduzierten Öffnungszeiten an nur zwei Tagen, was im stressigen Studienalltag etwas Planung erfordert. Dafür ist die Atmosphäre beim Einkaufen deutlich persönlicher und man fühlt sich weniger überfordert als im Discounter.
Credits
Fotos: Farina Marleen Buck
Text: Farina Marleen Buck
Farina Marleen Buck | 17. März 2026r | 4min
Eine Woche lang teste ich in meinem Studienalltag, welche regionalen, saisonalen und biologischen Angebote es in Bielefeld gibt. Dabei frage ich mich, ob nachhaltiges Einkaufen wirklich zeitaufwändiger und teurer ist, oder ob ich mir diese Hürden größer vorgestellt habe, als sie tatsächlich sind.

Bevor ich einkaufen gehe, wollte ich zunächst herausfinden, welche Produkte im Februar überhaupt saisonal verfügbar sind. Dafür habe ich mich auf der Internetseite „NRW isst gut“ informiert, die Übersicht zeigt, welches Obst und Gemüse in welcher Jahreszeit regional wächst. [1]
Im Februar gehören dazu unter anderem Champignons, Grünkohl, Feldsalat, Porree und Äpfel. Für meinen Selbstversuch habe ich mir vorgenommen, mich beim Einkauf möglichst auf diese saisonalen Produkte zu konzentrieren.
[1] https://www.nrw-isst-gut.de
Ganz in meiner Nähe habe ich einen kleinen Bio-Laden entdeckt. Der Laden wirkt sehr gemütlich und einladend, ganz anders als ein großer Supermarkt. Beim Einkaufen habe ich besonders darauf geachtet, welche saisonalen und regionalen Produkte angeboten werden und wie sie preislich im Vergleich zum Discounter liegen. Meine erste Erkenntnis war überraschend, denn einige Produkte aus regionalem Anbau unterschieden sich preislich kaum von vergleichbaren Produkten im Discounter. Geschmacklich habe ich jedoch einen Unterschied bemerkt, denn die Bio-Produkte wirkten frischer und höherwertig.
Auch bei typischen Studierendenprodukten wie Nudeln oder Pesto gab es im Bio-Laden überraschend wenig Preisunterschiede zum Discounter. Hier hatte ich zunächst erwartet, dass die Bio-Varianten deutlich teurer seien. Außerdem gibt es eine große Auswahl an veganen Produkten und Snacks. Für Studierende, die sich pflanzlich ernähren, ist der Bio-Laden daher eine gute Alternative.
Größere Preisunterschiede zeigen sich jedoch bei tierischen Produkten. Besonders an der Käsetheke und noch stärker bei Fleischprodukten sind Bio-Alternativen deutlich teurer als konventionelle Produkte aus dem Discounter. Nennenswert ist auch, dass die Produkte teilweise zum selben Preis angeboten, jedoch mit weniger Inhalt verkauft werden. Auch die Bio-Bäckerei im Laden fiel preislich deutlich höher aus. Für viele Studierende dürfte frisches Bio-Brot oder Gebäck daher eher ein gelegentlicher Genuss sein. Geschmacklich ist der Unterschied, wie auch beim Obst und Gemüse, aber spürbar.
Neben dem Bio-Laden habe ich mir auch den Wochenmarkt auf dem Siegfriedplatz angeschaut, um einen weiteren Eindruck von regionalen Einkaufsmöglichkeiten zu bekommen. Dieser ist mittwochs und freitags von 7:00 bis 13:00 Uhr geöffnet und bietet frische Produkte aus der Region an. An vielen Ständen lagen die derzeit saisonalen Produkte wie Grünkohl, Feldsalat und Äpfel aus. Preislich bewegten viele Obst- und Gemüsesorten auf einem ähnlichen Niveau wie im Bio-Laden. Besonders schön war die offene Kommunikation mit den Verkäufer:innen, denn so konnte ich mehr über die Herkunft der Produkte erfahren. Ein kleiner Nachteil besteht in den reduzierten Öffnungszeiten an nur zwei Tagen, was im stressigen Studienalltag etwas Planung erfordert. Dafür ist die Atmosphäre beim Einkaufen deutlich persönlicher und man fühlt sich weniger überfordert als im Discounter.
Credits
Fotos: Farina Marleen Buck
Text: Farina Marleen Buck